Fashion ja – Lookism nein!

Heute ist die neuste Staffel von Heidi Klums Skelettshow „Germany’s Next Topmodel“ gestartet und die damit verbundenen verplanten Donnerstagabende der Hälfte aller Menschen zwischen zwölf und 30 und gesicherte Pausengespräche in den Schulen, wer wen am schönsten und sympathischsten findet. Dabei werden unbemerkt von den Konsumiernden Klischees, Rollenbilder und falsche Vorbilder reproduziert. Die Teilnehmerinnen in dieser Castingshow werden zu abgemagerten Zombies gezüchtet, die sich ohne eigenen Willen nach den Vorstellungen von Frau Klum, Fotograf_innen und Produzent_innen verkaufen und vermarkten müssen, was von den (jungen) Zuschauer_innen als nachahmungswürdig empfunden wird.

Die faschistoiden Tendenzen der Anforderungen werden dabei komplett übersehen: Alle „Mädchen“ werden auf einen egoistischen Wettkampf getrimmt, denn „nur Einer [sic!] von euch kann Germany’s Next Topmodel werden“. Wer nicht in die Schablone dürr – groß – hübsch (was auch immer das ist) -makellos – willenlos passt, wird aussortiert und „bekommt kein Bild“. Die Perversion des Ganzen wird auch durch die Freude und Häme über den Scham, das „Versagen“, über konstruierte Streitereien, Mobbing und emotionale Tiefs der Teilnehmenden deutlich. Germany’s Next Topmodel ist deshalb in jeder Hinsicht menschenverachtend. Durch ihren Umgang mit den Modelanwärter_innen durch die Jury, die dahinter stehende Ideologie von Wettkampf und autoritären Schönheitsidealen, die mehr oder wenige freiwillige Objektivierung vor den Fotograf_innen, die Bewertung der Personen nach willkürlichen Kriterien, die weder ihre Bedürfnisse noch ihre Würde achten. So lassen sich auch Parallelen zur Pornographie ziehen.
Doch zieht sich dieses Prinzip von Unterhaltung durch die gesamte Medienlandschaft, egal ob privat oder öffentlich-rechtlich. Menschen, besonders Frauen, werden zur Ware und damit zum Spekulationsobjekt gemacht, egal als ob Model, „Superstar“, oder „Supertalent“.
Ich werde meine Donnerstagabende auf jeden Fall anders verbringen, zum Beispiel mit Blogeinträgen schreiben oder die neuen Schuhe von Moo Shoes anschauen, denn Fashion geht auch ganz ohne Lookism!

Fight lookism and sexism!

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